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Im Profil: Johannes Pankoke

Wenn die Spieler nach einem Heimspiel den langen Fußmarsch Richtung Bürgerhaus und Kabinen gehen, gibt es tatsächlich manchen, dem man den Ausgang des vorangegangenen Matches nicht ansieht. Johannes Pankoke ist anders. In seinem Gesicht, an seiner Körperhaltung hat fast jedes Tor Spuren hinterlassen. Eigene und noch mehr gegnerische. Für Jojo, wie ihn alle nur nennen, entscheidet das Spiel am Sonntag darüber, ob es ein verlorener oder gelungener freier Tag war. Befriedigung über einen Sieg, Trauer über eine Niederlage, aber auch richtiger Ärger, ja, Wut über unnötig verpasste Chancen sind ihm zudem anzuhören. Hoffentlich. Denn, wenn er nichts mehr sagt und schnell den Weg nach Hause sucht, ist es am schlimmsten. Jojo lebt den SV Häger - erstaunlich für einen, der in Werther sein fußballerisches Wirken begann. Vergeben und vergessen. Heute gehört der gelernte Zimmermann, der sich zum Konstrukteur weitergebildet und hochgearbeitet hat, zu den Unersetzlichen. Sein Berufsweg ist dabei sinnbildlich: er kann zu- und anpacken, wenn es nötig ist. Aber auch planen und organisieren, wenn es die Situation erfordert. Mal ernsthaft, oft aber auch mit viel Spaß, eigenen Ideen und Spezi Sven Friedrich (Cocktailbar, Hobbyturnier . . .), die dem kleinen HSV schon oft geholfen haben. Was ihn bisweilen verzweifeln lässt, ist seine hohe Verletzungsanfälligkeit (die Bandscheibe lässt nicht locker . . .), doch noch ist er immer wieder zurück gekommen. Wichtig: denn es gibt nicht viele Spieler, die so überzeugt davon sind, dass defensive Tugenden genauso entscheidend sind wie offensive. Dass Kampf und Einstellung in der Wertigkeit nicht hinter Technik und Kreativität rangieren. Nebenbei: Nicht vielen ist es gelungen, in einem Seniorenspiel 'mal vier Tore zu erzielen. Dem Abräumer Pankoke schon. Deswegen muss sein größter sportlicher Wunsch (siehe unten) für uns eigentlich eine Verpflichtung sein . . .

 

Persönliches

Alter: 27
Geboren - wo: 10. Juli 1984 in Werther/Westf.

Wohnort: Bielefeld

Schule/Lehre/Beruf: Realschulabschluss am EGW Werther; Lehre zum Zimmermann und nun Projektleiter Sonderkonstruktionen in Edelstahl

Sportliche Stationen: BV Werther, Balladasdarayn (Wilde Liga), SV Häger

Lieblingsposition: Beim Fußball? Hinten :) . . .

Verheiratet - Freundin - Kinder: 0 - 0 - 0 (soweit ich weiß)


Pankokes Lieblinge

Musik: Eher rockig, am Wochenende darf es gerne auch elektronisch sein

Essen: Kohlroulade mit Kartoffeln und Krautsalat, lecker Soße dabei und alles wird gut

Getränk: Sprudel, Bier und am Wochenende (natürlich nur Freitags) Wodka/Sprite

Buch: Pömpel, Patt und Pillepoppen, Glück kommt selten allein und Ich bin dann mal weg

Film: Lucky Number Slevin, Hooligans, Hangover, Old School etc.

Sportler: Rübe Kauf, Jaap Stam und Fabio Cannavaro (danke Göki)

Politiker: gibt es leider keinen, dem es gebührt, hier genannt zu werden

Schulfach: Sport, Geschichte, Mathe

Auto: z. Zt. BMW

Hobby – außer Fußball: Sport allgemein, wobei der kleine HSV wenig Zeit für anderes zulässt, Feiern und Freunde treffen

Pankokes Extreme

Meine größte Fehlentscheidung: vielleicht nicht die größte, aber es war verschenkte Zeit, nach der C-Jugend bis zu den Senioren mit dem Fußball aufzuhören. Ansonsten muss ich jede Entscheidung von mir so nehmen, wie sie kommt

Meine größte Stärke: ehrgeizig, spontan, zielstrebig und wissbegierig, aber auch humorvoll

Meine größte Schwäche: manchmal launisch, ungeduldig und oftmals auch verschlossen, was Gefühle angeht

Mein bester Trainer: in der Jugend Uwe Petri (leider zu jung gestorben). Im Seniorenbereich Selcuk Kaya (kein Scherz), und auch Jörg Müller und Pascal Hofbüker haben bleibende Spuren hinterlassen

Mein erster Berufswunsch: Fußballer

Mein größter Erfolg: sportlich wäre da der Aufstieg in der E-Jugend, der Aufstieg mit Häger in die Bezirksliga, aber auch sonst bin ich eigentlich sehr zufrieden mit meinem bisherigen Lebenslauf

Mein liebster Gegner: das sind natürlich die Derbys gegen den BV Werther

Mein schlimmster Gegenspieler: ich habe eigentlich immer versucht, für meine Gegner der schlimmste Gegenspieler zu sein

Meine liebster Mitspieler: ich habe besonders in Häger sehr viele verschiedene Mitspieler und Charaktere kennengelernt. Die meisten behält man gerne für immer in Erinnerung und mit jedem einzelnen hat es auch Spaß gemacht (Hüseyin, Du bist wichtig für uns :))

Mein sportliches Vorbild: fällt mir spontan niemand ein

Mein größter sportlicher Wunsch: ein letzter Aufstieg in die Bezirksliga mit dem kleinen HSV (aktiv), danach möchte ich gerne sportlich kürzer treten und außerhalb des Platzes weiter agieren. Komischerweise gibt es in Häger mehr Sitzungen als im Bundestag; und Arminia darf auch endlich mal wieder für positive Schlagzeilen sorgen



Neun Stichworte für Pankoke

Fairness: sehr wichtiger Bestandteil im Spiel und im Alltag. Wird einem in Häger, denke ich, auch gut vermittelt

Handys: ich muss zugeben: mittlerweile bin ich ein Sklave meines I-Phones. Habe es immer am Mann und bin eigentlich auch immer erreichbar. Bei meiner nächsten Reise verzichte ich auch gerne mal fünf Wochen darauf. Es ist dennoch mittlerweile die Schaltzentrale für alle wichtigen Altagssachen bei mir

Tageszeitung: habe für mich alleine keine abonniert. Lese sie aber gerne im Internet oder unterwegs

Politiker: verdienen leider für ihren Mist, den sie oftmals verzapfen, zu viel Geld

Jogi Löw: ein guter, aber nicht herausragender Nationaltrainer

Sven Friedrich: ist ein bester Freund geworden. Mit ihm kann ich durch dick und dünn gehen. Wir streiten uns nie und verstehen uns eigentlich blind. Wenn er nur nicht so unpünktlich wäre. Sportlich leider ähnlich oft wie ich verletzt. Mittlerweile haben wir auch unser Hobby zum Nebenberuf gemacht. Passe auch gerne auf ihn auf :) . . .

Bayern, oder Pauli: Pest oder Cholera? Arminia natürlich!!!

Frauenfußball: kann es ja auch geben, ist aber irgendwie nichts für mich

SV Häger: ein Verein zum lieben. Jeder, der von außen über den kleinen HSV lacht, hat noch nie wirklich hinter die Kulissen geschaut. Viele tolle Leute halten diesen kleinen Verein am Leben. Ich erhoffe mir von dem Kunstrasenplatz (ja, der kommt irgendwann) einen Schub nach vorne. Und natürlich mehr Leute, die ehrenamtlich helfen

 

Fragen über Fragen

Wem ich gerne einmal die Meinung sagen würde: ich denke, dass ich so offen und ehrlich bin, dass ich das bei jedem tue

Worüber ich zuletzt geweint habe: den Tod unseres Hundes

Wen ich gerne einmal treffen würde: gibt es sicherlich viele Leute. Manche Promis möchte man schon mal privat treffen

Was mich auf die Palme bringt: Unzuverlässigkeit und Unpünktlichkeit sind da zwei wesentliche Dinge. Unnötige Niederlagen sind auch nicht mein Ding

Mit wem ich gerne einmal einen Tag tauschen würde: mit jemandem, der einfach nicht aufs Geld achten muss und sich leisten kann, was er möchte

Wenn ich aktuell deutscher Nationalspieler wäre, sollten die anderen zehn heißen: Weidenfeller - Hummels, Mertesacker, Lahm - Schweinsteiger, Götze, Müller, Özil, Podolski - Klose

Worüber ich lachen kann: die Kabinengespräche in Häger sowie manche Spiele dort bieten mehr Lachmaterial als jede Comedy-Sendung weltweit

Wo ich mich am wohlsten fühle: unter Freunden oder zuhause auf dem Sofa